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Variety is the spice of life |
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Luxus trifft Ökologismus scheint sich dieser Eigentümer auf die verblaßten Fahnen geschrieben zu haben. Nach getaner Arbeit freut sich die geschundene Haut auf frisch gekühltes Regennass. Der Eingangsbereich läßt auf die Größe der Nutzer schließen und umgekehrt wiederum auf den Bedarf an saurem Regen. Dankbarerweise wurde der Trend zur Ausnutzung der Sonnenenergie gebrochen und keine für Piloten gefährliche Solaranlage montiert. Gut informiert über die letzten Rechtsänderungen zum EEG dürfte der Eigentümer ebenso gewesen sein, denn auf Sonnenkollektoren wird ab 22.09.2008 eine kommunale Abgabe von 80€/m2 je Sonnenjahr erhoben. Lokale Holzhausfertiger dürften sich neidisch Grundriss und Aufbautechnik zu eigen gemacht haben, denn die Komlexität und Funktionalität der Tri-Holzschraffverbundbauweise hat erst kürzlich in Europa Anerkennung gefunden. Dach ab vor soviel Innovations- und zugleich Risikofreude. |
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Zeit ist in diesem Falle die kritische Projektgröße. Sowohl damit das Auge auf dem Bild ruhen und alle Feinheiten entdecken darf, sowie um alle Fluchten und Perspektiven unterbewußt erfassen zu können. Auffallend ist der am oberen Ende rot gefärbte Pfahl. Wurde das falsche Ende für Rituale verwendet? Lassen wir uns nicht von unserer Phantasie täuschen! Der Garten-Bungalow will sich auf angenehme Art und Weise nicht provozierend in die Landschaft drängen, sondern hofft untertänigst auf Symbiose mit der Umgebung. Doch das devote Ansinnen stößt auf tauben, kalten Boden. Auch die Notfall-Bierbank vermag das gewagte Konstrukt nicht aufzuwerten, was letztlich die rote Laterne der Hinloch-Villen bedeutet. |
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| Zugegeben, Stabilität wird in der hiesigen Hemisphäre etwas anders definiert. Aber wen stören lichtdurchflutete Wohnräume? Und vor allem handelt sich ja um die Wochenendresidenz, welche je nach Wetterlage flexibel in Anspruch genommen werden soll. Leider erreichte der Autor den Eigentümer nicht mehr vor Redaktionsschluss, weshalb die Frage, ob der Benzinkanister und der Grill für die Statik erforderlich sind oder ob es sich um übliches Grillzubehör handelt, nicht mehr erörtert werden konnte. Nutzen und Aufwand halten sich hier in besonderem Maße die Waage, und daher gebührt diesem Modell der ökonomische Sonderpreis. |
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| Der Lauf der Sonne wird ignoriert und der Besitzer verläßt sich lieber auf seine eigene Zwiebel. Massive Fronten deuten die Standhaftigkeit, Reife und Erfahrung der Gelegenheitsnutzer an. Eine perfekte Rentnerranch eben. Ausgesuchte Baumarktmöbel verschmelzen mit sich selbst überlassenen Florasubjekten. Wenn Noah die nächste Arche chartert, erhält dieses Fleckchen einen Ehrencontainerplatz neben dem Garten Eden. |
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| Dieses annähernd massive, in hippem grün gehaltene Anwesen offenbart dem verwöhnten Betrachter fernöstliche Architektur in Verbindung mit preußischer Korrektheit der späten 70er Jahre. Erst der dritte Blick verrät liebevolle Details wie die selten praktizierte Transportfähigkeit aufgrund modernster Euro-Paletten. Ebenso zeigt das zur Tür führende Geläuf die gewissenhafte Umsetzung engagierter Eigentümer. Das Prinzip Ober-sticht-Unter ist hier in beeindruckter Beharrlichkeit verfolgt worden, denn nicht die karge Natur setzt die Grenzen der Machbarkeit. Vielmehr wurde endlich jedwede geistige wie auch physikalische Selbstblockade überwunden und dem Drang nach reiner Freiheit Tribut gezollt. Nicht unerwähnt bleiben darf das gestalterische Glanzstück: eine multiple, UV-Licht schützende Doppelmarkisse, die auch für manche fleischhandwerkliche Tätigkeiten geeignet zu sein scheint. Die légère Ansammlung diverser Nutzgegenstände ist der nächste richtungsweisende Hinweis zu den bereits vermuteten charakterlichen Eigenschaften der Bewohner. Zielführender dürfte jedoch der gemeinhin bekannte freudianisch geprägte Ansatz der Psychoanalyse sein. Um den geneigten Leser nicht zu weit ins Reich der komplizierten Dinge zu entführen, überspringt der Autor die Herleitung nachfolgender Wahrheiten. Besitzer, Eigentümer, deren Freunde & Verwandte zählen schlichtweg zu den Alpha-Globetrotter der kosmopolitischen Kleingartenkultur. |
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